Würzburger Konzertduo

 

Seit nunmehr 25 Jahren verbindet Karla-Maria Cording und Peer-Christoph Pulc eine künstlerische Partnerschaft von außergewöhnlicher Tiefe und Kontinuität. Als Pianistin und Cellist widmen sie sich der Kammermusik mit feinem Gespür für Dialog, Form und Klang – sei es im Duo oder im Rahmen des von ihnen mitbegründeten Klaviertrios Würzburg, das über viele Jahre hinweg eine feste Größe im deutschen Konzertleben war und das Profil der beiden Künstler nachhaltig geprägt hat.

Ihre gemeinsame Laufbahn nahm ihren Anfang an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo sie in der Kammermusikklasse von Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett) entscheidende Impulse erhielten. Prägende Meisterkurse bei Menahem Pressler und Siegfried Palm vertieften ihr Verständnis für kammermusikalische Gestaltung und musikalische Verantwortung. Parallel dazu verfolgten beide eine intensive solistische Ausbildung: Karla-Maria Cording studierte Klavier bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling in Hannover sowie bei Prof. Margarita Höhenrieder in München, während Peer-Christoph Pulc seine cellistische Ausbildung bei Prof. Michael Flaksman und Siegfried Palm in Mannheim vervollkommnete.

© Katharina Gebauer

Eine besondere intellektuelle und künstlerische Erweiterung erfuhr ihre Arbeit in Würzburg, wo Karla-Maria Cording ein Magisterstudium der Musikwissenschaft und Musikpädagogik absolvierte. In enger Zusammenarbeit mit dem renommierten Musikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Konrad entstand dort der vielbeachtete „Neujahrszyklus“: Zwischen 2006 und 2020 widmeten sich die Gesprächskonzerte jeweils dem kammermusikalischen Œuvre eines Komponisten oder einer Komponistengruppe. Diese Konzertreihe verband analytische Tiefe mit lebendiger Aufführungspraxis, begeisterte ein breites Publikum und stellte zugleich hohe Anforderungen an die kontinuierliche Erweiterung des Repertoires – ein fortlaufendes Studium der Interpretation und historischen Aufführungstraditionen.

Mit dem Klaviertrio Würzburg führten zahlreiche Einladungen zu renommierten Konzertorten und Festivals. Zu den Stationen zählten unter anderem das Würzburger Mozartfest, der MünchnerGasteig, die Museumsinsel Berlin, die Hamburger Friedrich-Ebert-Halle, die Maison Heinrich Heine in Paris, das Mendelssohn-Haus Leipzig, die Alte Aula Heidelberg, die Saarbrückener Sommermusik, der Oberstdorfer Musiksommer, die Jüdischen Kulturtage Bad Kissingen, die Musikfesttage an der Oder sowie die Bayreuther Festspiel-Soiréen und die Leopoldina Halle.
Gastspiele führten das Ensemble zudem in zahlreiche europäische Länder, darunter die Schweiz, Schweden, das Vereinigte Königreich, Italien, Österreich, Frankreich und die Niederlande.

Nach vielen erfolgreichen Jahren gemeinsamer Trio-Tätigkeit haben sich die Wege des Ensembles inzwischen getrennt. Die in dieser Zeit gewachsene künstlerische Erfahrung und musikalische Verbundenheit wirken jedoch bis heute in der Zusammenarbeit von Karla-Maria Cording und Peer-Christoph Pulc fort.

So steht ihre Partnerschaft für eine Kammermusik, die gleichermaßen von intellektueller Durchdringung, stilistischer Klarheit und langjährig gewachsener musikalischer Vertrautheit geprägt ist – eine Zusammenarbeit, die Vergangenheit und Gegenwart der Kammermusik auf inspirierende Weise miteinander verbindet

© Katharina Gebauer